Foto: Jan Hottmann
Foto: Jan Hottmann

Marie Zbikowska

Marie Zbikowska (* 1978 in Potsdam) studierte von 2016 bis 2022 Freie Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Goethe-Institut in Tel Aviv, in der Villa Merkel in Esslingen, in der Staatsgalerie Stuttgart sowie bei Parrotta Contemporary Art in Köln gezeigt. Zbikowska erhielt ein Projektstipendium der Internationalen Maifestspiele des Staatstheater Wiesbaden und eines vom Kulturamt Wiesbaden. Außerdem wurde sie für den Foto-Kunstpreis der Sammlung Klein nominiert. Ihre Medien sind Fotografie, Video und Performance, ihre Materialien Wachs und Gips. In und mit diesen thematisiert sie die Ressourcen Zeit und Energie sowie die Bedingungen künstlerischer Produktivität zwischen Alltag, Fürsorge und der Arbeit im Atelier.

Grafik: Rimini Berlin

Up Close – Goldrausch 2025

Galerie im Körnerpark
Schierker Str. 8, 12051 Berlin

Text

Das Goldrausch Künstlerinnenprojekt zeigt in einer Gruppenausstellung in der Galerie im Körnerpark die Arbeiten der diesjährigen Teilnehmerinnen der 35. Ausgabe seines renommierten Weiterbildungs- und Förderprogramms. Kuratiert wird die Ausstellung von Yolanda Kaddu-Mulindwa und Mona Hermann.

Die fünfzehn in Berlin arbeitenden internationalen bildenden Künstlerinnen präsentieren aktuelle Werke – zu sehen sind Malerei auf Leinwand, Fotografie im Raum, multimediale und skulpturale Installationen, Performances, recherche-basierte Video-Arbeiten und Zeichnungen. Die präsentierten Arbeiten schärfen den Blick für neue und unerwartete Kontexte. In der Vielfalt der Motive und Medien wird Nähe – Up Close – als gemeinsame Herangehensweise auf unterschiedlichen Ebenen spürbar: Nähe zur eigenen Biografie, zu gesellschaftlichen Realitäten und politischen Kämpfen, bei Themen, die ein genaues Hinschauen brauchen.

Das Goldrausch Künstlerinnenprojekt fördert die Durchsetzung herausragender künstlerischer Positionen von Frauen bzw. FLINTA. Es ist ein unabhängiges berufliches Weiterbildungsprojekt für Bildende Künstlerinnen, in dessen Rahmen ein einjähriger, postgradualer Professionalisierungskurs sowie eine Ausstellung und öffentliche Veranstaltungen stattfinden. Jährlich können 15 Künstlerinnen teilnehmen.

2025 feiert das Künstlerinnenprojekt sein 35-jähriges Bestehen! Seit 1989 hat das Programm mehr als 525 Künstlerinnen auf ihrem beruflichen Weg begleitet und ein einzigartiges Netzwerk geschaffen, das den feministischen Austausch, gegenseitige Unterstützung und die öffentliche Präsenz der Werke von Künstlerinnen stärkt. Über die Jahre hinweg wurden zahlreiche Ausstellungen an vielen verschiedenen Orten realisiert – in acht von zwölf Berliner Bezirken, von Projekträumen bis hin zum Gropius Bau.

Die Gruppenausstellung ist eine Kooperation des Goldrausch Künstlerinnenprojekts mit dem Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Neukölln von Berlin.

Ausstellungsbesuch

Laufzeit: 18. Oktober 2025 – 26. Februar 2026
Eröffnung: Freitag, 17. Oktober 2025, 18 bis 00 Uhr (öffentlich)
Öffnungszeiten: Täglich 10 – 20 Uhr (Schließtage: 24. + 25. Dezember, 31. Dezember + 1. Januar)
Eintritt frei

Goldrausch-Team

Projektleitung: Hannah Kruse
Lehrkoordination: Veronika Bartelt
Kursbegleitung & PR: Manon Frugier
Verwaltung & Finanzen: Antonia Zeljko, Ulrike Riebel
 
Presse: Barbara Green
Gestaltung: Rimini Berlin

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Medienpartner
Foto: Omri Livne

Saša Tatić

Saša Tatić (* 1991 in Bosnien und Herzegowina) macht die gesellschaftlichen Rollen, die sie einnimmt – Tochter, Erbin und Mitglied der Diaspora – transparent, um über umfassendere Erfahrungen von Zuhause, Zugehörigkeit und Identität nachzudenken. In ihrer multimedialen Praxis nutzt sie häufig Text als vermittelndes Element, um so vielschichtige Möglichkeiten der Identifikation zu eröffnen. Sie ist Absolventin der Bauhaus-Universität Weimar und der Academy of Arts, University of Banja Luka. Sie hat zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten und ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem in der Summerhall in Edinburgh, im Kunstmuseum Bochum und bei der WRO Media Art Biennale in Breslau.

Foto: Ana Tabatadze

Sophia Tabatadze

Sophia Tabatadze (* 1977 in Tbilisi, Georgien) erwarb 2002 ihr Diplom an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam. 2018 besuchte sie das Kuratorenstudium CuratorLab an der Konstfack in Stockholm. Die Vermischung von imaginärer und realer Welt und die Ungewissheit, wie ihre Zeichnungen dazu ausfallen werden, ist der Prozess, den Tabatadze bei ihrer künstlerischen Arbeit am meisten genießt. 2007 vertrat sie Georgien auf der Biennale von Venedig, im selben Jahr war sie Teilnehmerin der Istanbul Biennale. Tabatadze hat auch an internationalen Museumsausstellungen teilgenommen, so etwa im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen, im Tartu Kunstimuuseum, im Musée des Beaux-Arts de Nantes, im Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam und im Tbilisi History Museum.

Foto: Maximilian Schweizer

Victoria Sarangova

Victoria Sarangova (* 1985 in Kalmykien, einer Republik im Südwesten Russlands) arbeitet mit Sound, Video, Text und Handstickerei. Ihre oft ortsspezifischen Installationen erkunden Fortschritt, Erinnerung und Identität – verwurzelt in ihrer Heimat und genährt vom Familienarchiv sowie persönlicher Geschichte. Sie studierte Performance: Design and Practice am Central Saint Martins College in London (B.A. 2014) und schloss 2020 den Masterstudiengang Art in Context an der Universität der Künste Berlin ab. Ihre Arbeiten wurden unter anderem beim CTM Festival 2024, im Ringtheater und im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in Berlin sowie bei Sound/Image 2023 in London präsentiert. Sarangova ist Mitbegründerin des MU collective, einer Gruppe von Künstler:innen aus Kalmykien.

Foto: Moritz Haase

Aura Roig

Aura Roig (* 1994 in Tortosa, Spanien) hat Fine Arts an der Universitat de Barcelona studiert. Im Medium Malerei verbindet Aura Roig Humor, Kampfgeist und persönliche Erfahrungen zu einer Art von magischem Realismus, in dem Körper mit Objekten und Gemüse verschmelzen, um Themen wie Fürsorge, Geschlecht und traditionelle Familienrollen zu erforschen. Roig nahm zuletzt an Ausstellungen in der StadtWERKSTATT Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin (Fight or Flight II, 2025), im Mèdol Centre d’Arts Contemporànies de Tarragona, im Centre de Lectura de Reus, im 101 Projectspace in Berlin (alle 2024), im Lo Pati Centre d’Art in Amposta, in der Culterim Gallery in Berlin (2023) und im Museu de Tortosa (2022) teil.

Foto: Alvaro Gumucio

Belén Resnikowski

Belén Resnikowski (* 1989 in Bolivien) studierte von 2017 bis 2023 Bildende Kunst an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Internationale Anerkennung erhielt sie unter anderem beim non-syntax Experimental Image Festival 2021 in Tokio (Calm & Punk Gallery) und auf der Every Woman Biennial 2024 in New York (LaMama Galleria). Sie zeigte ihre Arbeiten in Ausstellungen europaweit und wurde mit einem Stipendium des Cusanuswerks und mit dem Mart Stam Preis ausgezeichnet. In ihrer multimedialen Praxis erforscht sie Erinnerung, Migration und Identität. Sie schafft poetische Räume des Dazwischen, in denen persönliche und kollektive Ebenen sichtbar werden.

Foto: Alena Schmick

Paulette Penje

Paulette Penje (* 1984 in Berlin) studierte Bildhauerei/Public Art an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken und nahm am MFA Fine Arts program der School of Visual Arts in New York teil. Nach dem Studium war sie Stipendiatin an der Akademie der Künste in Berlin. Als Performancekünstlerin beschäftigt sie sich mit raumbezogener Experimentalkunst. Sie hat Arbeiten für den öffentlichen Raum sowie für Institutionen entwickelt, so etwa für den Mayer Pavillon in Berlin, DIEresidenz in Die (FR), das Saarlandmuseum – Moderne Galerie, für Weltkulturerbe Völklinger Hütte, BETON Berlin, die Stadtgalerie Saarbrücken und das Random Institute in Zürich. Sie ist Preisträgerin des X-treme Women Art Prize Berlin. 2025 ist sie für den Kunstpreis Robert Schumann nominiert.

Mio Okido

Mio Okido (* 1986 in Niigata, Japan) beschäftigt sich mit kollektiver Erinnerungskultur im globalen Kontext. Sie studierte an der Tokyo University of the Arts (B.A.), verbrachte ein Auslandsjahr an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und setzte ihr Studium an der Weißensee Kunsthochschule Berlin (Diplom) sowie am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin (M.A.) fort. 2023 war sie Stipendiatin am Berliner Museum für Asiatische Kunst, wo sie den imperialen Kontext der japanischen Sammlung erforschte. Dies mündete 2024 in eine Einzelausstellung. Im selben Jahr zeigte sie ihre Arbeiten zur Migrationsgeschichte in der DDR in der Gruppenausstellung ÜberGrenzen im Humboldt Forum in Berlin.

Sarah Reva Mohr

Welche Erinnerungen nehmen wir mit in die Zukunft? Und welche Geschichten verblassen in der Stille? Sarah Reva Mohr (* 1987) ist eine multidisziplinär arbeitende Künstlerin, deren Praxis Film, Installation und das Schreiben umfasst. Sie erforscht Machtdynamiken, die von bestimmten Gruppen und Räumen ausgehen. Mit Bewegtbild und Skulpturen fragt sie nach den Faktoren, die unsere Blicke und Emotionen prägen. Unter ihren bisherigen Ausstellungsorten waren Synnika (Frankfurt/M.), die Fabbrica del Vapore (Mailand), Mountains (Berlin), Space One (Seoul), der NoDepressionRoom (München), das Museum Angewandte Kunst (Frankfurt/M., mit Open Creek Hotel), Basis e. V. (Frankfurt/M.) und das Klingspor Museum (Offenbach/M.).

Foto: Michelle Schmollgruber

muSa michelle mattiuzzi

muSa michelle mattiuzzi (* 1983 in São Paulo) ist Performerin, visuelle Künstlerin, Autorin und Filmemacherin mit Wohnsitz in Berlin. Sie versteht sich als Weltbürgerin und arbeitet mit einer breiten Spanne an Medien und Modalitäten – oftmals mit Körper und Stimme – in Auseinandersetzung mit Präsenz, Körperlichkeit und Kommunikation. Unausgesprochene Verträge, koloniale Gewalt, das Plantagensystem, offizielle Archive und intime Fiktionen sind einige der Elemente, die in ihre Arbeit eingehen. Ihre Arbeiten wurden bereits in diversen Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt im Tiroler Kunstpavillon in Innsbruck (2025), im KHI in Florenz – Max-Planck-Institut (2024/2026), im Brücke-Museum in Berlin (2021), auf der 34. Biennale von São Paulo (2021) und im HKW in Berlin (2018/2019).

Foto: Fiona Koerner

Malin Kuht

Malin Kuht (* 1994 in Augsburg) arbeitet als Videokünstler*in und Vermittler*in. Sie studierte Politikwissenschaft an der Universität Kassel und Pädagogik und Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. Vor dem Hintergrund einer von digitalen Infrastrukturen geprägten Gegenwart kommt sie in ihren Arbeiten immer wieder auf die Anfänge von digitalen Kulturen und deren Vermächtnis zurück und sucht nach emanzipatorischen und queerfeministischen Zugängen zu Technologien. Malin Kuhts Arbeiten wurden unter anderem im Kunstraum Dock 20 in Lustenau (AT), beim Kurzfilm Festival Hamburg und beim Kasseler Dokfest gezeigt. Seit 2023 lehrt sie im Master Kunstvermittlung an der HFBK Hamburg und ist Gründungsmitglied des Vereins para-education.

Kodac Ko

Kodac Ko (*1986 in Jeju, Südkorea) ist eine audiovisuell arbeitende Künstlerin. Sie studierte am Printmaking Department der Hongik University in Seoul, an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Sie beschäftigt sich mit verschiedenen Kommunikationsformen und zeigt dabei – auch auf Basis ihrer eigenen Migrationserfahrungen –, dass Sprache Distanz überwinden aber auch verstärken kann. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Fotomuseum Braunschweig, im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl und im Jeju Museum of Contemporary Art (Südkorea) ausgestellt und auf dem 10. Cairo Video Festival und beim 41. Kasseler Dokfest gezeigt.

Foto: Agnes Maagaard

Mara Kirchberg

Mara Kirchberg (* 1994 in Frankfurt am Main) schafft raumgreifende Szenen durch Skulptur, Installationen und ortsspezifische Interventionen, die sich mit Begriffen wie Effizienz und Erschöpfung sowie deren Einfluss auf körperliche Systeme befassen. Kirchberg hat Contemporary Art an der Estonian Academy of Arts (EKA) in Tallinn sowie Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen studiert. Ihre Arbeiten wurden in Deutschland sowie in nordisch-baltischen Staaten ausgestellt und vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grand Prix des Nordic & Baltic Young Artist Award (NOBA), dem Young Sculptor Award der EKA und dem Eduard-Wiiralt-Stipendium des Estnischen Kulturministeriums.

  • Jahrgang
    2025
  • Ausstellung
  • Publikation
Foto: Ivo Faber

Yedam Ann

Yedam Ann (* 1992 in Seoul) studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Münster, wo sie 2023 als Meisterschülerin von Aernout Mik abschloss. Zuvor absolvierte sie ein Studium in TV & Film sowie in Geschichte an der Ewha Womans University in Seoul. In ihren installativen und dramaturgischen Arbeiten untersucht sie urbane Orte und Technologien. Einzelausstellungen zeigte sie unter anderem bei Post Territory Ujeongguk in Seoul und im Wewerka Pavillon in Münster. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf, auf dem Impakt Festival in Utrecht, bei der Ars Electronica in Linz und in der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten in Berlin präsentiert.

Brenda Alamilla

Brenda Alamilla (* 1987 in Mexiko-Stadt) ist eine transdisziplinär arbeitende bildende Künstlerin. Sie studierte an der HGB Leipzig bei Prof. Tina Bara und an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin. In ihrer Arbeit, die Fotografie, Performance und Schreiben umfasst, untersucht sie Gewalt und deren Beziehung zu Machtstrukturen auf persönlichen und strukturellen Ebenen. Dabei bezieht sie sich auf dekoloniale und feministische Ansätze. Ihre Werke wurden unter anderem in Der Greif und Magnum Photos veröffentlicht und international ausgestellt, so etwa auf dem F/STOP Festival in Leipzig, mit der Zentrale für Kunst in Chemnitz, bei Errant Sound, im Haus Kunst Mitte, bei Spoiler und im ZK/U in Berlin, wo sie die Reihe Rehearsing Moves on Hazy Paths co-kuratierte.