Fünf Fragen an …
Ulrike Hannemann, Jahrgang 1977, Fotografin
Ulrike Hannemann stammt aus Wittenberg. Die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig schloss sie 2010 mit einem Diplom in Fotografie ab. Danach war sie bis 2013 Meisterschülerin bei Peter Piller. Ihre fotografischen Arbeiten waren zuletzt in einer Gruppenausstellung in der Galerie b2, Leipzig (2016), im EIKON Schaufenster, Wien (2015), in einer Einzelausstellung in der Galerie Loris, Berlin (2015) und beim f/stop, dem 6. Festival für Fotografie Leipzig (2014) zu sehen.
Womit beschäftigst Du Dich in Deiner künstlerischen Arbeit?
Zum einen beschäftige ich mich mit Orten und ihren Strukturen. Dabei interessieren mich Oberflächen und die Spuren, die sich darin eingeschrieben haben, sei es durch die Zeit oder den Gebrauch. Zum anderen sammle ich unterschiedliche Objekte – Alltagsgegenstände der Massenproduktion, Bilder, organische oder andere Fundstücke. In Stillleben untersuche ich dann das Zusammenwirken der gesammelten Objekte. Dafür kombiniere ich unterschiedliche Elemente, arrangiere sie in Schichten und ebne sie anschließend mittels der Fotografie wieder ein. Ich entwickle in meinen Arbeiten visuelle und formelle Assoziationen und setze mich mit den Möglichkeiten der Fotografie auseinander.
Was möchtest Du mit Deiner Kunst bewirken?
Ich möchte zum Nachdenken anregen und die Fragen, die mich während des Realisationsprozesses für die Arbeit beschäftigt haben, sichtbar machen.
Was inspiriert Dich?
Dinge, die ich auf Reisen entdecke und Bilder – z.B. wissenschaftliche Abbildungen oder Tableaus, auf die ich in Büchern stoße.
Was möchtest Du persönlich mit dem Goldrausch-Künstlerinnenprojekt erreichen?
In erster Linie möchte ich mehr Selbstverständnis in der Kommunikation meiner künstlerischen Position entwickeln und mein Netzwerk erweitern.
Interview: Beate Scheder Foto: Ulrike Hannemann