• Jahrgang
    2026
  • Ausstellung
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Suah Im

Suah Im (* 1988 in Bucheon, Südkorea) studierte Installation an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und Experimentellen Film und Medienkunst an der Universität der Künste Berlin. In ihren multimedialen Installationen ergründet sie den Ursprung des Ichs und die Vielschichtigkeit von Identität. Ihre Arbeiten wurden in Einzelausstellungen unter anderem im Kunstmuseum Stuttgart und im EIGEN+ART Lab in Berlin sowie in Gruppenausstellung wie 30. ROHKUNSTBAU und im SOMA Museum of Art in Seoul gezeigt. Sie erhielt den kunsthub-Kunstpreis, den Preis der Werner-Pokorny-Stiftung, den DAAD-Preis und Stipendien der Stiftung Kunstfonds und der Kunststiftung Baden-Württemberg. Zudem war sie Stipendiatin der Cité internationale des arts in Paris.

Deine Kunst ist voller sonderbarer Wesen. Wie entstehen diese Figuren?

Ich beschäftige mich mit der Verwandlungsfähigkeit von Identität und der Fragilität unserer Existenz. Die Figuren stehen für alternative Formen des Seins.

Wen gibt es da zum Beispiel?
Ameise, Knoblauchnase oder Bärenfrau tauchen in meiner Arbeit sehr oft auf. Die Knoblauchnase kombiniert eine Knoblauchknolle mit meiner Nase – ein Spitzname, den mir mein Vater als Kind gegeben hat. Heute verknüpfe ich diese Figur mit der Vorstellung eines vollständigen Wesens: Die Nase schenkt durch Atemmeditation geistige Klarheit, während Knoblauch in Korea kulturell essenziell ist. Auch der koreanische Gründungsmythos spielt hinein, in dem ein Bär durch das Essen von Knoblauch zur ersten Frau wurde. Dabei interessiert mich besonders die Verwandlung. Schließlich entsteht daraus auch eine Verbindung zwischen der Bärenfrau und dem Berliner Wappentier.

Du hast zuerst Malerei studiert. Wie arbeitest du jetzt?

Meinen Bachelor habe ich in Korea in Malerei absolviert, dann in Stuttgart Installation studiert und war anschließend Meisterschülerin an der UdK in Experimenteller Film- und Medienkunst. Ich verfolge eine multimediale Strategie, die Installation, Performance, Video, kinetische Objekte und Zeichnung miteinander verschränkt.

Wie entscheidest du, was am besten passt?
Das hängt von der spezifischen Arbeit ab, die Wahl des Mediums folgt keiner starren Form. Sie verändert sich mit den Fragen der jeweiligen Arbeit – etwa zur Symbolik der Objekte und ihren Beziehungen untereinander. Objekte, Zeichnungen und Performances beeinflussen sich gegenseitig wie ein visuelles Alphabet. Im Raum füge ich sie schließlich zu neuen, narrativen Konstellationen zusammen.

Warum machst du bei Goldrausch mit?
Da die intensive Atelierarbeit oft ein isolierter Prozess ist, habe ich nach einem Austausch mit anderen Künstlerinnen gesucht – und das Programm hat mich überzeugt. Ich möchte das Jahr nutzen, um meine Arbeit noch bewusster zu reflektieren und mich langfristig in der Berliner Kunstszene zu etablieren.