Fünf Fragen an …

Rike Horb, Künstlerin für Installation und Performance

Rike Horb ist in Berlin geboren und studierte an der Universität der Künste Berlin im Institut für Raumexperimente und der Akademie der bildenden Künste Wien. Ab 2014 war sie Meisterschülerin bei Olafur Eliasson. Ihre Arbeiten waren u.a. im Vitamin Creative Space in Guangzhou, China (2014), dem Festival of Future Nows in der Neue Nationalgalerie Berlin (2014), bei Centrum, Berlin (2015) und in der Galerie b2 (2016) zu sehen. 2015 gewann Horb den Berlin Art Prize.

Womit beschäftigst Du Dich in Deiner künstlerischen Arbeit?

Damit, Beweglichkeiten zu schaffen und Flexibilität zu testen, von mir, dem Material und dem Betrachter. Auch in meiner Praxis lege ich Wert auf Beweglichkeit. Ich will mich nicht von vornherein auf ein Material festlegen. Manchmal führt zwar eine Arbeit zur nächsten, aber gleichzeitig gibt es immer auch neue Impulse, so dass dann häufig ein anderes Material oder ein anderes Medium näher dran ist. Es ist mir wichtig, das zu reflektieren.

Was möchtest Du mit deiner Kunst bewirken?

Anzuregen, in Zusammenhängen zu denken und auf Handlungsfähigkeiten aufmerksam machen. Ich denke, dass vieles, das zunächst voneinander getrennt zu sein scheint, ineinander greift. Diese Analogien, die zwischen vielen Dingen existieren und auf die ich aufmerksam mache, helfen vielleicht auch, eine neue Perspektive einzunehmen.

Was inspiriert Dich?

Die Berührungspunkte zwischen Architektur und dem menschlichen Körper, Stadtdynamik, die Formalisierung von Material und der architektonische Wille.

Was möchtest Du persönlich mit dem Goldrausch-Künstlerinnenprojekt erreichen?

Erfahren, was andere Künstlerinnen bewegt, was sie heute meinen und an was sie glauben; auf andere Künstlerinnen und Kunstwissenschaftlerinnen treffen, die sich für dieses Feld entschieden haben; Kontinuität im Austausch erleben, disku- tieren und kommentieren.

Wie arbeitest Du?

Ich denke viel und mache viele kleine Tests – Impulse sind das eigentlich. Wenn ich alles habe, ergibt sich daraus meistens eine größere Arbeit, die dann punktu- ell vor Ort umgesetzt wird. So kann ich mich im Ausstellungsprozess selbst überraschen lassen und diese Überraschung und die Lösung, d.h. die Reaktionen darauf, auch zeigen.

Interview: Beate Scheder Foto: Florian Denzin