Fünf Fragen an …

Dina Khouri, Künstlerin für Malerei und Installation

Dina Khouri ist in Saudi-Arabien geboren und in Jordanien aufgewachsen. Ihren Bachelor of Arts in Film und Medienkunst erwarb sie 2009 an der Temple University, Philadelphia und der Tyler School of Art in Rom. Danach studierte sie an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und dem Chelsea College of Art, London. Ab 2015 war sie in Weißensee Meisterschülerin bei Friederike Feldmann. Sie war in Gruppenausstellungen u.a. im Rahmen der Summer Residency in Makan, Jordanien (2009), in der Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin (2013), im Akademischen Kunstmuseum, Bonn (2014) und bei Ashkal Alwan, Beirut (2015) vertreten. Khouri lebt und arbeitet zwischen Berlin und Amman.

Womit beschäftigst Du Dich in Deiner künstlerischen Arbeit?

Ich untersuche die Kapazitäten der Malerei. Dabei arbeite ich mit den Spannungen sich gegenüberstehender Landschaften. Außerdem untersuche ich Landschaften und deren Dimensionen, Zeit und Raum. Auch Rahmen sind ein zentraler Aspekt meiner Arbeit. Manchmal ist auch meine Arbeit der Rahmen.

Was inspiriert Dich?

Orte, die im Wandel begriffen sind. Ich spaziere herum und nähere mich ihnen an. Mir geht es um die unmittelbare Reaktion – besonders in der Malerei. Ich benutze das, was mir auf meinen Spaziergängen oder beim Lesen begegnet. In meinem Atelier denke ich darüber nach und betrachte lange Zeit die Materialien, bis ich zu arbeiten beginne.

Was möchtest Du persönlich mit dem Goldrausch-Künstlerinnenprojekt erreichen?

Ich möchte anderen Berliner Künstlerinnen begegnen und mit ihnen ein starkes Netzwerk bilden.

Woran arbeitest Du aktuell?

Ich recherchiere über das erste Museum der Welt. Eine Frau und ihr Vater gründeten es im Irak, etwa 550 v. Chr. Er war Archäologe, sie Kuratorin. Ich habe bereits eine Videoarbeit zu diesem Thema gemacht. Es geht mir um die Frage, inwiefern dieses Museum sowie dessen Blick auf Kunst und Kunstgeschichte heute noch relevant sind. Außerdem male ich mit Öl auf Metalplatten, jede Ebene der Malerei ist eine Platte.

Mit welchem anderen Künstler / welcher anderen Künstlerin würdest Du gerne einmal zusammenarbeiten?

Sehr gerne würde ich Prinzessin Bel Shalti Nannar treffen, die Gründerin dieses Museums, um mehr über ihre Ideen und die Kunst der damaligen Zeit zu erfahren. Oder auch Hildegard von Bingen, deren Malerei ich sehr mag. Beide sind leider schon tot.

Interview: Beate Scheder Foto: Eshan Rafi