Fünf Fragen an …
Dagmar Schürrer, Jahrgang 1980, Videokünstlerin
Dagmar Schürrer ist in Österreich geboren und aufgewachsen. Studiert hat sie am Central Saint Martins College in London. 2011 machte sie dort ihren Abschluss, seit 2013 lebt und arbeitet sie in Berlin. Ihre Videokunst hat sie bereits bei zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen und auf Festivals gezeigt, u.a. bei Bloomberg New Contemporaries im ICA, London 2011, beim Impakt Festival in Utrecht 2013, beim Berlin Art Prize (Shortlist) 2013, beim Fullframe Festival in Wien 2014. Im Juli und August 2016 nimmt sie an der Moscow Biennale For Young Art teil.
Womit beschäftigst Du Dich in Deiner künstlerischen Arbeit?
Ich arbeite vorwiegend mit digitalem Video und verwende dafür fast ausschließlich found Footage, das ich gleichwertig mit Text und abstrakten geometrischen Elementen zusammencollagiere. Die Videos folgen keiner traditionellen Erzählstruktur, sind stark geschnitten, sehr rhythmisch, fast malerisch angeordnet. Diese Choreographie wird von einer stark ausgeprägten Tonspur begleitet, die sich aus Samples und Geräuschen zusammensetzt. Im Ausstellungskontext laufen die Videos in Endlosschleife und werden zu einer begehbaren Projektion.
Was möchtest Du persönlich mit dem Goldrausch-Künstlerinnenprojekt erreichen?
Hauptsächlich geht es mir um zwei Punkte: Ich möchte Kontakte zu den anderen Künstlerinnen und Kulturschaffenden knüpfen und eine schöne und spannende Ausstellung haben.
Woran arbeitest Du aktuell?
Momentan setze ich mich mit dem Thema Effizienz im Sinne eines Werkzeugs auseinander, das Systeme ohne Störungen und Unterbrechungen erhalten soll. Bei den Videoarbeiten bin ich gerade außerdem dabei, Linien und animierte Zeichnungen noch stärker einzubringen, um die malerische Wirkung noch zu steigern.
Wie arbeitest Du?
Am Anfang steht meist ein Textgerüst oder ein Text, zu dem parallel eine Sammlung an found Footage entsteht. Dann wird alles zusammen editiert. Der Text kann sich dabei noch verändern. Textlichkeit ist mir sehr wichtig, da ich mich intensiv mit alternativen, nicht linearen Erzählstrukturen beschäftige.
Interview: Beate Scheder Foto: Xiaofu Wang