Fünf Fragen an …
Birte Endrejat, arbeitet ortsbezogen mit unterschiedlichen Materialien
Birte Endrejat ist in Langen geboren. Sie studierte an der Universität Bremen bei Katharina Hinsberg and Yuji Takeoka, an der Université du Québec à Montréal und bei Hans Haake an der Fondazione Antonio Ratti in Como. 2011 schloss sie ihr Studium in Bremen mit Diplom ab und war im Anschluss Meisterschülerin bei Yuji Takeoka. Seit 2008 ist sie Mitglied der Künstlergruppe mark“. Einzelausstellungen hatte sie zuletzt im Field Institut Hombroich in Neuss und bei Lage Egal in Berlin. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.
Womit beschäftigst Du Dich in Deiner künstlerischen Arbeit?
Ich setze mich mit dem sozialen Raum im gebauten Raum auseinander, vor allem damit, wie Menschen zusammen kommen, welche Übereinkünfte, Regeln und Strukturen es gibt. Zum Beispiel vergleiche ich, inwiefern sich die Gedanken der Personen, die den Raum geschaffen haben, in den Handlungen derer, die den Raum nutzen, widerspiegeln.
Was möchtest Du persönlich mit dem Goldrausch-Künstlerinnenprojekt erreichen?
Gerne möchte ich die entstandenen Kontakte über das Jahr hinaustragen in Form von gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Arbeitskontexten.
Woran arbeitest Du aktuell?
Als Kollektiv mark realisieren wir gerade ein Künstlerbuch. Wir sind fünf Frauen aus Architektur, Sozialwesen, Design und Kunst und arbeiten seit neun Jahren zusammen. Darüber hinaus bin ich bei der Vorarbeit für einen Ausstellungsbei- trag ausgehend vom Hansaviertel und der Interbau 1957 – worauf ich mit dem Portraitfoto für dieses Interview Bezug nehme – und für eine Einzelausstellung im Kunstverein Bremerhaven.
Wie arbeitest Du?
Meine Arbeiten sind stets ein Zusammenspiel aus der konkreten Situation und weiterem gesetzten Material, etwa minimalen Eingriffen: eine Klebeschrift an der Wand, Infozettel, Stadtpläne oder eine Imitation der vorhandenen Informationsebene. Es ist eine Mischung aus Situation und Intervention. Am Anfang ist es ein Prozess des Umkreisens und Sammelns, bevor ich mich dann in einen Aspekt vertiefe.
Interview: Beate Scheder Foto: Sonya Schönberger