Fünf Fragen an …

Stefanie Kägi, Jahrgang 1987, Malerin und Installationskünstlerin

Stefanie Kägi ist in Winterthur, Schweiz, geboren. Sie studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und der École Nationale supérieure de Beaux-Arts, Paris. 2014 war sie Meisterschülerin bei Friederike Feldmann in Weißensee. Im selben Jahr hatte sie eine Einzelausstellung in der Rene Hauser Gallery, Zürich. Zuletzt war sie an Gruppenausstellungen in der Kunsthalle Winterthur (2015), dem Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2016) und der Vebikus Kunsthalle Schaffhausen (2016) beteiligt. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.

Womit beschäftigst Du Dich in Deiner künstlerischen Arbeit?

In meinen Bildern, textilen Arbeiten und Wandinstallationen erfasse ich Momente, in denen analoge und digitale Produktion aufeinanderstoßen. Ich untersuche, wie Unregelmäßigkeiten in handwerklichen Techniken beispielsweise auf die Schnelligkeit eines Scanners treffen. So setzt sich eine halbautomatische, meist abstrakte Malerei zusammen. Ebenso spielt Zeit für mich eine wichtige Rolle. Mich interessiert besonders die Zeit, die Menschen mit Material verbringen. Außerdem interessiert mich, wie Arbeitsprozesse in Materialien und Oberflächen sichtbar werden.

Was inspiriert Dich?

Textilien. Die Sprache der Abstraktion von Textilien, ihre Geschichte, die auf eine unserer ältesten Kulturtechniken zurückgeht, ihre Materialität und den Austausch zwischen bildender und angewandter Kunst, der sich in ihnen manifestiert, finde ich sehr spannend.

Was möchtest Du persönlich mit dem Goldrausch-Künstlerinnenprojekt erreichen?

Den Austausch, der im Goldrausch stattfindet, finde ich sehr gut. Er wird mir bestimmt neue künstlerische Perspektiven geben, die für meinen Weg hilfreich sein werden.

Interview: Beate Scheder Foto: Lisa Haag